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Die Kirche in Zartzig
Zartzig liegt 2,5 km südöstlich von Stargard. Die
Kirche ist ein Findlingsbau aus dem 13. Jh. mit einem Holzturm mit einer
viereckigen Haube. Der Altaraufsatz war eine Barockschnitzerei aus dem 18. Jh.
In das Gestühl waren die Namen der Pastoren und Kirchenvorsteher seit 1797
geschnitzt. Die Hängekrone, ein Bronzeguss für 6 Kerzen, stammte aus dem Jahr
1606. Die Kirche hat den 2. Weltkrieg überstanden, wurde danach zur Ruine. Von
der Inneneinrichtung ist nichts übrig geblieben.
Die Initiative zum Wiederaufbau übernahmen 1989 Mitglieder des Dorfjugendverbandes. Am 24.11.1994 wurde ein Aufbaukomitee unter Leitung von Szysław Kosikowski, des Wirts der "Kleinen Mühle" in Stargard gebildet. Der Aufbau wurde zu einer deutsch-polnischen Gemeinschaftsarbeit. Es gab viele Spender aus Deutschland und Polen, auch deutsche Handwerker waren aktiv beteiligt.
Die Kirche konnte am 21.9.2004 wieder eingeweiht werden. Die Kirche ist jetzt innen und außen ein Schmuckstück. Bei der Einweihung waren viele ehemalige Stargarder anwesend. Es wurde ein freistehender Glockenstuhl neben der Kirche aufgestellt. An der ehemaligen Friedhofsmauer stehen alte deutsche Grabsteine. Am 7.5.2005 fand in der völlig überfüllten Kirche ein deutsch-polnischer Friedensgottesdienst unter dem Leitwort statt:
1945 - 2005 60 Jahre
Erinnerung an Flucht und Vertreibung aus der Pommerschen Heimat
Wandel durch Annäherung und Versöhnung
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