Vereinsfahne der privilegierten Stargarder Schützengilde

Die Vereinsfahne der privilegierten Stargarder Schützengilde von 1536 wird Traditionsfahne des Heimatkreises Stargard in Pommern. Seit die Stargarder Schützengilde von 1536 ihre traditionsreiche, glanzvolle Vereinstätigkeit beendete, wurden die Schützenkette und die Vereinsfahne im Heimathaus „Stargard“ in Elmshorn aufbewahrt. Sie gehören zu den wertvollsten Insignien der Geschichte unserer Heimatstadt. Der HKA Stargard  entschied, auf dem Stargarder Heimattreffen 2005, die Vereinsfahne der Stargarder Schützengilde von 1536, zur „Traditionsfahne des Heimatkreis Stargard in Pommern“ zu weihen.

Vereinsfahne der Schützengilde

Erstmals zog zur Eröffnung des Heimattreffen eine, von Beifall der Teilnehmer des Treffens begleitete Fahnenformation in den Veranstaltungssaal ein. Es war die Vereinsfahne der Stargarder Schützengilde, eskortiert von der Deutschlandfahne und der Fahne der Patenstadt Elmshorn. Zum Totengedenken neigten sich die Fahnen. Im Rahmen des Gottesdienstes, anlässlich des Stargarder Heimattreffens in Elmshorn am 25.09.2005, wurde die Weihe der Stargarder Traditionsfahne vollzogen. Pastor Jochen Jäger sprach den Fahnengruß, der Kulturwart des HKA Stargard,  Heinz Serfass das Gebet zur Fahnenweihe.

Fahnengruß: Pastor Jochen Jäger ( Elmshorn)

Die Fahne ist ein Zeichen der Gemeinschaft. Sie eint alle Menschen, die sich zusammen geschlossen haben, weil sie das gemeinsame Anliegen verbindet, die Tradition der Heimatstadt Stargard in Pommern zu bewahren, die Gemeinschaft unter den Stargarderinnen und Stargardern zu pflegen und für die Verständigung und Versöhnung der Menschen in einem geeinten Europa zu arbeiten. Alle, die unter dieser Fahne den Dienst am Nächsten tun, segne Gott, der Allmächtige, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Gebet zur Fahnenweihe: Kulturwart des HKA Stargard, Heinz Serfass

Glaube, Liebe, Hoffnung, diese Worte aus der Bibel sind Bekenntnisse, die in der über 700 jährigen Geschichte unserer Heimatstadt Stargard in Pommern, für die Mehrheit ihrer Bürger schon immer zum Lebensinhalt gehörten. In diesem Sinne entwickelten sich die Beziehungen der Menschen miteinander und schufen die tiefe Liebe zur Heimat. Schon sehr früh entwickelten sich Traditionen, die den Gemeinschaftssinn und das Miteinander, besonders in Notsituationen, förderten. Dazu gehören seit jeher Vereine und Verbände, die das Gemeinwesen in unserer Stadt bestimmten, so auch, als einer der ältesten Vereine, die Stargarder Schützengilde von 1536. Diese, ihre Fahne, ist und bleibt eine Erinnerung an diesen Verein. Unter ihr wurden ehrlicher Wettstreit, Gemeinschaftssinn, Freude und auch Trauer der Mitglieder der Schützengilde bis vor wenigen Jahren ausgelebt. Sie ist, neben der Schützenkette und einer wertvollen alten Pommernbibel, das Wertvollste, was wir aus unserer Heimat besitzen. Das wollen wir bewahren.

Auch nach 60 Jahren Flucht und Vertreibung haben wir unsere Heimatstadt Stargard nicht vergessen, ungebrochen ist die Liebe zu ihr, sogar stärker denn je. Dass das so bleibt, daran soll uns und unsere Nachkommen diese Fahne stets erinnern und mahnen. Nachdem die Stargarder Schützengilde von 1536 vor wenigen Jahren ihr Wirken offiziell einstellte, fand ihre Fahne im Heimathaus Stargard in Elmshorn ihren letzten Aufbewahrungsort. Nun, aus Anlass unseres Stargarder Heimattreffen 2005 in Elmshorn, erheben wir diese Vereinsfahne in den Status unserer Stargarder Traditionsfahne. Möge sie uns an unser Stargard in Pommern und an unsere Liebe zur Heimat verpflichten und ermahnen. Gewachsen aus dem Glauben an Gottes Allmacht, der Liebe zur Heimat und in Hoffnung auf eine friedliche Welt, sind wir stolz auf unsere Stargarder Traditionsfahne von 2005.

In diesem Sinne erbitte ich für diese Fahne Gottes Segen. Amen.

Mit dem Lied „Nun danket alle Gott“ und dem Pommernlied, fand die Weihe ihren Abschluss.

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